
2013-2016
Es gibt eine Million Arten, den Blues zu spielen – GRAND CANNON haben eine neue. Die Zusammensetzung der Band ist so ungewöhnlich wie ihre Herkunft.
Bandleader Pfuri Baldenweg (CH/AUS), ebenso verwurzelt in der Musik eines Woody Guthrie wie in jener eines Sonny Terry & Brownie McGhee, ist ein kreativer Zauberer auf der Blues-Harmonika. Kniri Knaus (CH), passionierter New-Orleans-Jazzer, ist eine Wucht an der Posaune. Zach Prather (US/CH), aus Chicago, entwickelte seine sonore Blues-Stimme und seinen Gitarrenstil in Bands von Screamin’ Jay Hawkins, Willie Dixon, Mick Jagger und Etta James.
Ein Flashback in die 70er-Jahre: Es gab einmal eine Band namens Pfuri, Gorps & Kniri. Sie verbanden DIY-Geist mit einer antikonsumorientierten Haltung und einer grossen Portion Spielfreude.
„Wir suchten in Abfallgruben nach Dingen, die gut klangen, luden alles in unseren Bus und experimentierten tagelang damit“, erinnert sich Pfuri.
Kniri ergänzt: „Es war auch ein Statement gegen die Wegwerfgesellschaft. Das Publikum staunte, wie wir Weggeworfenes in einen neuen musikalischen Zusammenhang stellten.“
Die Recycling-Musik-Pioniere waren bald europaweit gern gesehene Gäste an Festivals und in populären TV-Shows. Um nicht zur Institution zu werden, gingen sie Anfang der 1980er-Jahre getrennte Wege. Eine mögliche Reunion zerschlug sich endgültig, als Gorps im Jahr 2000 überraschend verstarb.
Jahre später traf Pfuri an einer Party auf Zach Prather. Spontan stieg er mit seiner Harmonika auf die Bühne – der Beginn einer inspirierenden Freundschaft. Bald stiess Kniri dazu, und im Juni 2013 entstand GRAND CANNON.
Das Debütalbum „BOOM“ ist mit viel Liebe entstanden und strotzt vor Lebensfreude. Es ist keine Nostalgieübung, sondern verbindet die Scheren, Ketten und Büchsen von damals mit frischen Ideen und zeitgemässer Produktion.
„Weniger ist mehr“ war das Motto beim Schreiben der Songs – konzentriert auf das Wesentliche und gespeist aus einem reichen Erfahrungsschatz.
Die Eine-Million-und-Erste Art, den Blues zu spielen!
Images: Alberto Venzago & Thomas Plain










